Streitgespräch/Podiumsdiskussion:

Einheit oder Vielfalt, Kooperation oder Wettbewerb –
Wie weiter mit dem Bildungsföderalismus?

 


 

Beschreibung:

Wie das Bildungssystem in Deutschland organisiert ist, ist für die pädagogische Praxis, für Familien und Unternehmen, für die erziehungswissenschaftliche Forschung und für politische Entscheidungen von Bedeutung. Meinungen zu den Organisationsformen des Bildungssystems sind vielfältig und viele Positionen lassen sich gut begründen.

Für das Thema des Streitgesprächs ergibt sich daraus ein großer Facettenreichtum: Wie viel Kooperation oder Wettbewerb ist eigentlich gut für das Bildungssystem, wie viel ist nötig? Fördert oder behindert der Föderalismus eine dieser beiden Seiten? Können wir uns den Föderalismus überhaupt leisten oder sorgen gerade kurze Wege für effiziente Strukturen? Und nicht zuletzt: Wie föderal ist unser föderales Bildungssystem überhaupt noch?

„Nach PISA“ sind zahlreiche Regelungsmechanismen und Institutionen eingezogen worden, die für eine stärkere Abstimmung sorgen als jemals zuvor. Es gibt die KMK und das Institut für Qualitätssicherung im Bildungswesen, es gibt die jährlichen Bildungsberichte, es gibt PISA, TIMSS und andere Studien mit Deutschland als Analyseeinheiten, es gibt eine nationale Steuerungsgruppe aus Bund- und Ländervertretern, und schließlich lässt sich mit dem Zentrum für internationale Bildungsvergleichsstudien auch die entsprechende Institutionalisierung feststellen.

Eröffnet wird das Streitgespräch von dem Präsident der Humboldt-Universität Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz mit einem Problemaufriss. Moderiert wird es von Martin Spiewak, dem bekannten Redakteur der Wochenzeitung DIE ZEIT, Bereich Bildung/Wissen. Auch die Zuhörerinnen und Zuhörer kommen mit ihren Fragen und Anmerkungen zu Wort und können damit konstruktiv zum Diskurs beitragen.

 

Wir freuen uns, dass wir die folgenden hochrangigen Redner_innen gewinnen konnten, sich aktiv an der Diskussion zu beteiligen:

  • Dr. Jörg Dräger, Mitglied des Vorstands der Bertelsmann Stiftung und Geschäftsführer des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE)
  • Prof. Dr. Fabian Kessl, Professor für Theorie und Methoden der Sozialen Arbeit an der Fakultät für Bildungswissenschaften, Universität Duisburg-Essen
  • Sylvia Löhrmann, Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen
  • Dr. Knut Nevermann, Staatssekretär für Wissenschaft und Forschung des Landes Berlin
  • Prof. Dr. Hans-Peter Füssel,  Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF)

Die DGfE freut sich zudem, in diesem Rahmen den neu ins Leben gerufenen Medienpreis an Martin Spiewak für seine journalistische Leistung zu vergeben. Mit dem Medienpreis sollen vor allem seine kritischen Auseinandersetzungen mit Erziehungs- und Bildungsfragen gewürdigt werden, die die öffentlichen Diskussionen bestimmen.