Typenbildung und Theoriegenerierung

Referentin: Prof. Dr. Jutta Ecarius

Projekte benötigen ein konkretes empirisches Feld, wobei empirische Analysen und theoretische Erklärungsansätze für eine Typenbildung, die neue theoretische Überlegungen evoziert, in gleicher Weise notwendig sind. Empirische Analysen bedürfen theoretischen Wissens, und theoretische Ansätze bedürfen einer Hinterfragung durch empirische Analysen. In Forschungsprojekten wird im Idealfall beides aufeinander bezogen, um dann auch über eine Typenbildung zu einer Generierung – im besten Fall – neuer theoretischer Überlegungen und Ansätze zu gelangen. Wie aber lässt sich eine gegenseitige Bezugnahme von Theorie und Empirie in ein ausgewogenes Verhältnis bringen? Wie viel Theorie ist für ein empirisches Feld sinnvoll? Behindern oder befördern theoretische Absätze empirische Analysen und Befunde, und wie gelingt eine Typenbildung, in dessen Rahmen auch eine Theoriegenerierung hervorgebracht werden kann?
Anhand konkreter Beispiele und empirischer Materialien wird in diesem Workshop das Thema der Verhältnisbestimmung von Typenbildung und Theoriegenerierung diskutiert. Dabei wird im Rahmen einer konkreten Forschungskonzeption die Gewichtung von theoretischer Bezugnahme und Typenbildung in das Zentrum des Workshops gestellt.